20 Jahre eMac – Brauchen wir einen neuen Einsteiger-Mac ?

eMac

Vor knapp 20 Jahren, um genau zu sein am 29. April 2002, hat Apple den eMac vorgestellt. Einen Mac der vom iMac abstammt, aber erschwinglicher sein sollte, vor allem im Bildungssegment. Um seine Position in Schulen, Universitäten und ähnliche Einrichtungen zu stärken, schaffte Apple hier sogar ein Bildungsprogramm mit Rabatten. Aber was wäre, wenn Apple heute, im Jahr 2022, so einen Mac anbieten würde ?

Der eMac

Als 2002 der eMac angekündigt wurde, gab es ein paar Monate zuvor schon den iMac G4 mit seinem charakteristischem Lampen-Design. Der iMac G4 wurde für 1299$ angeboten und Apple wollte seine Macs mehr im Bildungsbereich bei Studenten und Schülern etablieren, für die dieser Preis noch etwas zu hoch schien. So wurde die Idee des eMac geboren.

eMac (2002)
eMac (2002) (Quelle: Mac-Museum)

So wurde der G4 Prozessor des aktuellen Einsteigermodells des iMac G4 mit der älteren Technik des iMac G3 und einem CRT- anstatt LCD-Bildschirm kombiniert. Das half Apple damals, die Preise zu reduzieren und dem eMac für knapp 1099$ an Bildungseinrichtungen exklusiv anzubieten.

Nachdem der eMac in den Bildungseinrichtungen so erfolgreich war, reduzierte Apple den Preis damals sogar auf 999$ und bot den eMac ab sofort für Alle an. Im Juli 2006 stellte Apple dann die Produktion des eMacs ein und vertrieb als Nachfolger die Low-End Version des iMac G5 exklusiv an Bildungseinrichtungen.

Wäre heute überhaupt Bedarf dafür ?

Bei genauerer Betrachtung liegt der Einstiegspreis der aktuellen iMacs und des eMacs von früher gleich. Somit kann man 24 Jahre später einen Mac mit Retina-Bildschirm, SSD-Speicher und M1 Prozessor noch immer für 1299$ gekauft werden.

Aktuell gibt es selbst das MacBook Air 13″ mit M1 Prozessor für gerade mal 999$ und den Mac mini M1 sogar schon ab 699$. Allerdings glaube ich, dass es auch hier weiter Bedarf für erschwinglichere Macs vorhanden ist.

MacBook Air 13" M1 (2020)
MacBook Air 13″ M1 (2020)

Meiner Meinung nach, besitzen die aktuellen M1 Macs ein gutes Preis-Leistungsverhältnis, aber für Schüler und Studenten immer noch zu kostspielig. Auch wenn der Mac mini mit seinem noch niedrigeren Preises diese Lücke füllen könnte, sollte man dabei bedenken, das hier noch Peripherie, wie Monitor, Tastatur und Maus hinzukommen.

Für Schüler und Studenten bietet Apple hier zwar auch die Einsteigermodelle des iPad, dass gerade mal die Hälfte eines iPad Air kostet, und trotzdem die vollständige iPad-Erfahrung ermöglicht. Auch bei den iPhones gibt es zu den normalen Modellen, auch das SE Modell, das ebenfalls kostengünstiger ist.

iPad (2021)
iPad (2021)

Gerade die Strategien von iPad und iPhone haben es in den letzten Jahren geschafft, dass Apple hier viele Nutzer dazu gewinnen konnte und dem Android-Lager abspenstig. Warum dann nicht diese Strategie auch auf die Macs anwenden ?

Ich bin mir sicher, dass hier Schüler, Studenten und auch normale Nutzer, gerne mal zu einem günstigen Modell greifen würden. Selbst, wenn diese dann zum Beispiel auf ein 4k Bildschirm, erweiterten Sound oder andere Annehmlichkeiten verzichten müssten. Denn die Erfahrung mit macOS und Apples geräteübergreifende Funktionen, würden hier für eine gute Stimmung bei niedrigerem Preis sorgen. Apple sollte nach dem Erscheinen der nächsten Generation, somit zumindest das MacBook Air 13″ M1 in seiner aktuellen Form für einen niedrigeren Preis anbieten und die Bildungssparte bedienen. Das wäre eine starke Kampfansage für den umkämpften Laptop-Markt.

Tipps zum Kauf eines neuen MacBooks, findet Ihr hier.

Neues MacBook kaufen

Quellen: (9to5mac , Mac-Museum)

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